Yatapam
Im Konzept der diatonischen Geige ist auch eine neue Rhythmussprache enthalten, die gleichzeitig systematisch und intuitiv, und dabei wenig fehleranfällig ist.
Yatapam geht vom Grundschlag [1] und seiner Zweiteilung [2]
und ihrer verschiedenen Gewichtung entsprechend der Taktart aus:
[3]
Damit lässt sich ein breites Feld mit großer Eindeutigkeit und Suggestivkraft aufspannen.
[4] etc.
Die Viertelpause heißt, unabhängig davon, ob sie am schweren oder am leichten Taktteil steht: [5]
[6]
Der 4/4-Takt besteht aus zwei 2/4-Takten:
[7]
Die Achtelpause heißt: [8] (Nur auf
der Betonung. Eine Achtelpause auf der unbetonten zweiten Hälfte der
Viertelnote wird vermieden: sie ist streng genommen eine ausnotierte
Artikulation.)
Mit der Achtelpause und den daraus abgeleiteten
Rhythmen lässt sich das rhythmische Repertoire noch vergrößern,
mit ebenso großer Wirkung:
[9]
Damit ist schon viel mehr als das elementare rhythmische Repertoire abgedeckt. Schrittweise gelernt gehen diese Silben bald in Fleisch und Blut über.
Für Notenwerte, die aus mehreren Vierteln bestehen, gibt es keine Silben; sie sollen der Taktart gemäß (traditionell) gezählt werden. In der diatonischen Geige sind die Stücke anfangs so gewählt, dass eindeutig ist, ob mit Yatapam solmisiert oder die Schläge mitgezählt werden sollen.
Wenn die rhythmische Bandbreite größer wird, kann man innerhalb eines Stückes zwischen beiden Systemen wechseln. Dabei können einzelne Viertelnoten oder -pausen gezählt und umgekehrt einzelne Halbenoten als ya-am bzw. pa-am solmisiert werden. Auch der Viertelauftakt ist im traditionellen Zählen besser aufgehoben.
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Bei Bedarf kann das Feld auch noch um weitere Teilungen des Grundschlages erweitert werden:
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In diesem Fall ist es besser, auf die Gewichtung der Viertelschläge zu verzichten. (pakataka pakataka statt yakataka pakataka)